SumoSulsi’s Leben …

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Hustensirup für Erwachsene …

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… interessante Sache das Ganze.

Grundsätzlich bin ich ja gegen jede Art der oralen Zufügung flüssiger Heilmittel, doch als sich die letzten Tage langsam ein Husten der besonders feuchten und schleimigen Art einzustellen drohte, ging ich doch gestern mal in die Apotheke.

Beim Einkaufzentrum angekommen, nachdem ich mich wieder über die selben Autofahrer ärgern musste welche hier schon ihren Auftritt hatten, ging ich als erstes gleich zur Apotheke. Erst dachte ich mir, omg, 15 Leute welche noch vor mir an der Reihe sind doch als ich so in die Richtung der Kasse gehe kommt eine junge hübsche Apothekerin auf mich zu und fragt mich was ich denn möchte. Als erstes verschlägt es mir gleich die Stimme, Schleim kommt die Kehle hoch und ich muss gleich einmal Husten. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, sagte ich der netten Dame mit dem hübschen Lächeln dass ich etwas gegen einen feuchten Husten haben müsste. Die Frage ob es schleimlösend sein sollte und für mich wäre beantwortete ich wahrheitsgetreu mit ja. Sie dreht sich um und geht an ein Regal, reckt sich bis zu oberst hoch und nimmt eine Schachtel herunter welche sie zu mir herüber bringt. Sie erklärt mir grob die Wirkung des Präparates.
Im Augenwinkel kann ich nur ganz kurz was von Sirup lesen doch dann fesseln mich wieder ihre Augen und ich nicke nur. 15 Franken und 20 Rappen ärmer gehe ich noch die restlichen Einkäufe erledigen und dannach nach Hause.

Zu Hause angekommen wird mir erst bewusst was ich da gekauft habe, einen Sirup mit Aprikosengeschmack. Ohne die Anleitung zu lesen packe ich die Flasche und den komischen überhauptnicht anatomischen Löffel heraus. Ich reisse die Sicherheitslasche respektive das Garantiesiegel weg und schraube den Deckel ab. Ein Blick in die Öffnung verwirrt mich denn da ist ein weisses Pulver drin welches mich an zustauben versucht. Ein Blick auf die Packung öffnet mir dann die Augen, ein Sirup zum selber Mischen.
Früher, vor 20 Jahren, als ich wohl den letzten Sirup getrunken habe war da noch alles fix und fertig. Heute muss man schon den Sirup selber mischen, komische Welt. Nun gut, man muss den Zapfen mit der Hand kräftig eindrücken. Die Flasche schüttle ich lieber 1-2 Minuten zu viel, Sirup ist ja schon eklig aber wenn es dann noch einen Klumpen drin hat müsste ich mich wohl gleich übergeben.

Jetzt geht es los, dachte ich und wollte mir einen Löffel reinziehen von dem Stoff. Doch da scheitert es schon wieder, auf dem Löffel steht doch klar 2.5ml und 5ml doch welches muss ich denn nun nehmen? Immer dieses Mobing von Pharmaunternehmen, nichts desto trotz nehme ich halt die Verpackungsbeilage hervor und suche den Punkt mit der Dosierung.  „Folgende Dosierung ist empfohlen: Erwachsene und Kinder über 12 Jahren – 10ml Sirup für Erwachsene, dreimal täglich“. Ehm löl? Jetzt soll ich mir 2 Löffel reinziehen, wieso machen sie nicht einfach einen Löffel mit einer 10ml Angabe und fertig? Ach, umblättern hilft weiter, da stehen noch Kinderangaben von 2-12, 1-2 und unter 1 Jahren aufgelistet. Doch wieso verkauft man einen „Sirup für Erwachsene“ und macht Angaben für Kleinkinder? Naja muss man wohl nicht verstehen, jetzt rein mit dem Stoff.

Der Löffel füllt sich und mich graust schon der Gedanke daran dass diese Brühe gleich meinen Menschlichen Körper durchfliessen wird. Doch es bleibt mir nix anders übrig, Augen zu und durch sag ich mir und nehme den Löffel in den Mund und schlucke die Brühe herunter. Naja ich muss sagen, ich habe diese Sirupgeschichte von früher ekliger in Erinnerung. Dieser hier ist gar nicht mal so übel, nur der komische absolut nicht anatomische Löffel ist schon einwenig gewöhnungsbedürftig. Auf jedenfalls muss isch die Zunge 3 bis 4mal brechen um den Löffel einiger Massen sauber zu kriegen. Klar man könnte ihn auch einfach abspühlen, aber dazu müsste man ja auch aufstehen und dies geht ja mal gar nicht.

Jetzt wo ich grad mal einwenig Zeit habe könnte ich ja auch die Nebenwirkungen lesen, ich finde die ja immer so Spannend.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme vom Sirüpli auftreten:
gelegentlich Magen-Darmstörungen wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, sowie Hautausschlag, Kopfschmerzen, Fieber und Ohrensausen.
Bei dafür veranlagten Personen kann es zu allergischen Reaktionen der Haut (Hautausschlag und Juckreiz) und der Atmungsorgane (Atembeschwerden, Bronchospasmen) kommen. In diesem Falle müssen Sie die Behandlung mit dem Sirüpli sofort abbrechen und Ihren Arzt aufsuchen.
Der Atem kann – wahrscheinlich durch Abspalten von Schwefelwasserstoff aus dem Wirkstoff – vorübergehend einen unangenehmen Geruch bekommen.

Hmm, jetzt ist mir echt mal Angst und Bange geworden und die Luft bleibt mir weg während irgendwelche gelben Ausdünstungen aus meinem Mund dampfen. Überall fängt es an zu jucken und die Ohren sausen auch schon durch die ganze Wohnung. Fieber geplagt, mit Kopfschmerzen und starker Übelkeit lege ich mich hin und versuche ruhig zu sterben.

mfg

SumoSulsi

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