SumoSulsi’s Leben …

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Bridgestone Battle Wing am Honda Crosstourer

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Seit über einem Jahr fahre ich nun schon meine Crosstourer mit dem Battle Wing als Serienbereifung von Bridgestone.
Doch, nach nun etwas weniger wie 6700km war zumindest der hintere Reifen an der Grenze seiner Lebensdauer angelangt und es wird Zeit ein Fazit zu ziehen.

Am Anfang, auf den ersten 100km, war ich eigentlich ziemlich positiv überrascht was den Battle Wing betrifft. Er war gutmütig, lenkte sauber ein und war in jeder Hinsicht sauber zu beherrschen. Je sportlicher ich jedoch mit der neuen Maschine fuhr desto unzufriedener wurde ich mit dem BW (Battle Wing). Klar, für einen 0815 Fahrer welcher gemütlich mit Sozia um die Kurven tuckert mag dies ein sehr guter Reifen sein. Eine Lebensdauer von bis zu 10000km wurden schon mit dem Crosstourer erreicht, bringe ich dies mit meinen knapp 6700km überein denke ich dass meine Fahrweise doch einiges mehr abverlangt vom BW und dies machte sich auf der Strecke bemerkbar.

Trocken:

Im Trockenen kann ich eigentlich nicht viel negatives erzählen, er hält in etwa dies was der Hersteller verspricht und die ersten paar Kilometer Fahrt einem übermitteln. Er ist gutmütig, leicht zu handhaben und dies bis an die Limiten. Was er nicht besonders mag sind heisse Temperaturen (>30°) und Bitumen-Flickereien. Bei ersterem hatte ich immer das Gefühl dass er langsam schwammig wurde, gut kontrollierbar aber halt doch spürbar. Und was Bitumen angeht, absolutes no-go meiner Meinung nach. Dass jeder Reifen mühe damit hat ist klar aber der BW sprach auf wirklich jeden noch so kleinsten Streifen an und dies teilweise schon in einem bösen Quer stehen.

Nassen:

Im Nassen habe ich mich noch nie so unsicher gefühlt wie mit dem BW, ich hatte das Gefühl dass er total die Haftung verliert auch wenn es nur feucht war oder etwas Schneeschmelze über die Strasse lief. Ich hatte nie einen wirklichen Rutscher da ich auch total anders fuhr, aber das Gefühl der unzureichenden Haftung war nie wirklich schön und dies nur weil das Vertrauen irgendwie fehlte resp nie wirklich zustande kam. Und dies auch auf Strecken welche ich seit über 10 Jahren befahre und eigentlich komplett auswendig fahren könnte und somit Beschaffenheit und Verlauf der Strecke kenne.

Daher kam ich schliesslich auch zum Entschluss einem alten Bekannten eine Change zu geben und habe mir den Michelin Anakee 3 montieren lassen. Da ich auf meiner Africa Twin  lange Zeit mit dem Anakee 1 gefahren bin und immer durchwegs zufrieden war versuche ich mal den Nach-Nachfolger.

Ich werde Euch auf dem laufenden halten

mfg

SumoSulsi

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Der schwarze Freitag …

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Letzten Freitag, ein Tag zum vergessen denn da hatten es irgendwie alle auf mich abgesehen gehabt.

Angefangen hat es früh morgens auf dem Weg zur Arbeit. An einer Kreuzung wollte ich links abbiegen, hatte grün und war mitten in der Kreuzung als plötzlich einer in der Querstrasse bei rot über die Kreuzung fuhr. Vor Schreck macht ich meine Kurve auf und beim Gegensteuern knallte ich dann mit dem vorderen rechten Rad gegen den Bordstein.
Gleich war mir klar dass bei dem Aufprall mehr kaputt sein müsste und so fuhr ich links ran. Ausgestiegen und einen Blick auf das Resultat geworfen und mir war schon klar dass hier keine Weiterfahrt mehr möglich sei. Daher ging ich zur Kreuzung wo eigentlich der nette Herr oder die nette Dame sein sollte welche das alles verursacht hatte, doch leider war da natürlich wieder niemand mehr.

Somit rief ich erstmal dem TCS und der Polizei an und meldete mein Problem sowie meinen Standort, anschliessend ruf ich beim Arbeitgeber an dass ich wohl heute später oder gar nicht mehr kommen würde.
Eine gute halbe Stunde später traf dann die Polizei und der Abschlepper beinahe zeitgleich ein.
Alles aufgenommen, Fotos gemacht und eine Runde geblasen und schon war Auto auf der Ladefläche des Abschleppers und es ging in Richtung Werkstatt.
Dort angekommen krallte ich mir einen Ersatzwagen und es ging zur Arbeit. Der restliche Vormittag verlief eigentlich ziemlich ruhig, am Nachmittag entschloss ich mich dann noch den neuen Crosstourer von Honda probe zu fahren.
Die Fahrt war einmalig, die neue Maschine ist wunderschön zu fahren und auch die Power macht durchwegs Spass. Doch dann auf dem Rückweg zur Garage passierte das nächste Attentat auf mich. Ich fuhr normal in einen Kreisel ein und musste die 2. Ausfahrt nehmen was 3/4 des Kreisels entspricht. Nach der Hälfte des Weges im Kreisel und kurz vor der ersten Einfahrt sah ich einen Lieferwagen auf den Kreisel zu fahren. Er bremste ab und kurz darauf beschleunige er wieder ehe er mich sah und kurz vor mir quietschend zum Stillstand kam.

Danach ging es für mich nur noch nach Hause, selbst vor meinem Roboterstaubsauger hatte ich an diesem Abend Respekt.
Wer weiss, vielleicht hätte er mich noch ins Grabe gebracht.

mfg

SumoSulsi

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SumoSulsi’s erstes CouchSurfing Erlebnis

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Ich habe mich ja vor einiger Zeit bei CouchSurfing angemeldet, welches eine weltweite Plattform bildet zwischen Reisenden und solchen welche Reisenden einen Unterschlupf bieten.
Nach einigen Monaten des Rumtümpelns bekam ich am 1. August meine erste Anfrage für eine Übernachtung auf meiner Couch. Nachdem ich das Profil des Antragstellers besucht hatte, wusste ich dass es sich um einen 49 jährigen Amerikaner handelt, welcher gerne Motorrad fährt und Lehrer war.  Durch die 2-3 Fotos welche er im Profil hab entschied ich im zumindest mal retour zu schreiben. Kaum gedacht hab ich ihm schon geschrieben wann er wohl ankommen würde, was er wohl machen wolle und wie lange er wohl bleiben würde und dass ich ggf. mit ihm eine Motorradtour in die Berge machen würde. Wenige Minuten später hatte ich auch schon die Antwort auf meine Fragen und entschloss mich ihm das „OK“ zu geben das er kommen kann.
7. August, am späten Nachmittag wollte er hier sein. Es ist jetzt schon beinahe 7 Uhr und ich hab noch nichts eingekauft und plötzlich klingelt das Handy. Eine deutsche Nummer wird angezeigt, dies muss er sein, er kommt ja von einem Freund aus Deutschland. Er sei noch unterwegs und werde so ca. in einer Stunde bei mir sein, meinte er. Obwohl ich ihm sagte dass ich zu Hause wäre falls er sich verfahren würde, musste ich trotzdem noch schnell was einkaufen gehen. Als ich wieder zu Hause war, klingelte auch schon wieder mein Handy: „Hey Daniel, here’s Chris … i’m got lost in Elsau, where is the Street?“. Ich musste erst einmal lachen und fragte ihn wo er den sei und dass ich ihn abholen würde. Schon sass ich im Auto und fuhr zu unserer Kirche im Dorf, da sollte er warten und tatsächlich, war nicht zu übersehen mit der vollbepackten Maschine.
Ich hielt schnell an, stieg aus meinem Auto und begrüsste ihn. Er erklärte mir wie er gefahren ist und dass er irgendwo den Faden verloren hatte.  Er war mir zumindest auf jeden Fall sympathisch und so ging es auch schon in Richtung meiner Wohnung wo er seine Maschine neben die meine stellte. Gab ein lustiges Bild, ich hoffe dass ich es dann auch mal noch bekomme, seine total zusammengeflickt und meine fast wie aus dem Katalog.
Den Abend lang sassen wir draussen auf meinem kleinen Sitzplatz, haben was Leckeres vom Grill gegessen und über Gott und die Welt geplaudert. War auf einer Seite sehr interessant zu hören wie er die Schweiz sieht, was er für Vorstellungen über die Schweiz hat und auch die Vergleiche zu Amerika welche er zog. Und so wurde es auch schon bald Zeit für das Bett, wir wollten ja früh aufstehen und in Richtung der Berge aufbrechen.
8. August um 6 Uhr früh, mein Wecker klingelt mich aus dem Bett und ich mag gar nicht wirklich aufstehen. Im Wohnzimmer schläft ganz friedlich Chris vor sich hin und ich geh mich erst mal ein wenig frisch machen im Bad. Chris war auch schon bald munter und besorgte sich zuerst am Bahnhofcafe einen Kaffe zum mitnehmen, ass dann noch was Kleines zum Frühstück bei mir und packte auch schon seine sieben Sachen zusammen.
Um 7:50, fast 50 Minuten später als geplant ging es los mit unserer Tour und zwei Africa Twins zogen ihre Spur gegen Süden. Chris fuhr ziemlich vorsichtig, ist ja auch nicht sein Motorrad, und ich dachte schon dies könnte ein langer Tag werden. Auch als wir wirklich in den Bergen waren vermisste ich seine 300’000 Meilen Motorraderfahrung und doch war es ganz ok, zumindest wenn ich welche überholt habe kam er meistens direkt hinten nach. Nach dem ersten Pass entschloss ich, dass er die Führung übernehmen soll und siehe da, plötzlich gab er Gas.
Es war eigentlich beschlossene Sache, dass wir unsere Wege in Wassen trennen würden. Ich würde nach Hause fahren und er weiter über den Oberalppass nach St.Moritz wo er die nächsten paar Tage bei Freunden leben würde. Irgendwann unterwegs entschloss ich aber für mich, da es solchen Spass machte, dass ich mit ihm bis nach Chur weiterfahren würde. Bei jedem halt sah ich die Faszination in seinen Augen und als ich ihm sagte dass ich ihn noch weiter begleiten würde, war er beinahe ausser sich vor Freude.
Die Trennung war dann ganz schnell über die Bühne gebracht, er bedankte sich für die tolle Fahrt und für meine Übernachtungsmöglichkeit wie auch für die Tour und ich bedankte mich für die tolle Ausfahrt mit ihm und zugleich trennten sich unsere Wege. 150km später war ich wieder zuhause, erschöpft und mit Schmerzen und doch einem Lächeln auf dem Mund.

Nach diesem ersten Erlebnis mit CouchSurfing bin ich positiv überrascht und werde bestimmt auch weiterhin meine Gastfreundschaft anbieten nach meinen Möglichkeiten. Und vielleicht brauche ich ja mal eine Couch zum übernachten irgendwo in der weiten Welt.

Mfg

SumoSulsi

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SumoSulsi in den Bergen…

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Gestern war es wieder einmal so weit, ich habe Ferien, es ist schönes Wetter und mich hat es mit dem Motorrad in die Berge gezogen.
Geplant waren 4 Pässe und 2 Seen, im Notfall hätte ich auch auf 3 Pässe und die beiden Seen reduzieren können um nicht „Alisa – Folge deinem Herzen“ zu verpassen auf SF1. Um auch der Hitze des Tages zu entkommen wollte ich möglichst frühe losfahren, sprich aufstehen war um 4:15 und die Abfahrt sollte um 5:00 sein.
Mit rund 50 Minuten Verspätung ging es um 5:50 dann auch endlich los.

Meine XRV750 kurz vor dem Start

5:50 in der Früh, bereit zur Abfahrt

Die Fahrt führte mich durch das Turbenthal hinunter nach Rapperswil, über den Seedamm nach Pfäffikon und danach via Schindellegi in Richtung der Berge. Nach der ersten Stunde machte ich auch zugleich die erste kleine Pause um die Aussicht zu geniessen.

Aussicht die man einfach nur geniessen kann

Aussicht die man einfach nur geniessen kann

 Nach 5 oder 10 Minuten ging es auch schon weiter, immer tiefer in die Berge hinein und nur 30 Minuten später eröffnet sich dieser wundervolle Blick auf ein Bildniss welches nur die Natur so wundervoll und perfekt erschaffen kann.

Kann der Mensch etwas schöneres erschaffen?

Kann der Mensch etwas schöneres erschaffen?

 Doch ich konnte nicht den ganzen Tag an diesem Ort verbleiben und setzte meine Reise fort. Ich folgte der Gotthardstrasse und kam an Ortschaften wie Silenen, Intschi oder Göschenen vorbei bis ich endlich Andermatt erreichte. Zugleich änderte ich meine Richtung und folgte nun der Furkastrasse welche mich schlussendlich auf die Furkapasshöhe bringen sollte. Vorher machte ich aber zwischen Hospental und Zumdorf die erste grosse Pause, ich hatte Hunger.

Erste Hungerrast, 20 Minuten Pause

Erste Hungerrast, 20 Minuten Pause

Gestärkt und immernoch wohlauf ging es darauf eigentlich nur noch Bergauf, Kurve reihte sich an Kurve und durch mein frühes losfahren waren auch noch kaum Autos unterwegs. So erreichte ich nach Rekordzeit rund 3 Stunden später auch schon die Furkapasshöhe auf rund 2450 Meter Höhe.  Danach ging es auf der anderen Seite herunter bis nach Gletsch wo ich die Furkastrasse zu Gunsten des Grimselpasses verlassen habe. Einmal rechts abbiegen und es geht wieder hoch, sechs Haarnadelkurven und schon erreicht man den Totensee auf der Grimselpasshöhe. 

So wunderschön und doch so ein übler Name - Totensee

So wunderschön und doch so ein übler Name - Totensee

Eben habe ich Wikipedia kontaktiert über die Herkunft des Namens, doch noch spannend die Geschichte. Vor rund 800 Jahren wurden Soldaten des Heeres von Herzog Berchthold V von Zähringen in den See getrieben, vor 200 Jahren starben Soldaten von General Suworow und Napoleon und 2006 starben scheinbar alle Fische im See auf mysteriöse Art und Weise, lädt doch zum Baden ein.
Naja die Fahrt ging weiter, wieder aus den Bergen heraus und entlang des Brienzer- und Thunersees bis nach Thun für eine kleine Glacepause (man gönnt sich ja sonst nichts).

 

Was gibt es besseres als ein Magnum Almond?

Was gibt es besseres als ein Magnum Almond?

An der andere Seeseite ging es wieder in Richtung der Berge, der nächste Pass wartet bereits auf mich und somit biege ich auf die Sustenstrasse ein. Viele wundervolle Kurven, Ansichten und Überholmanöver später habe ich die Passhöhe überquert und erreiche nach der Talfahrt auch wieder die Gotthardstrasse auf welcher ich heute schon einmal unterwegs war. Auf der Rückfahrt machte ich mir Gedanken, soll ich direkt zurück auf dem Weg auf welchem ich gekommen bin oder doch noch den vierten Pass mitnehmen? Und nach wenigen Kilometern war es dann auch schon entschlossen und ich bog rechts weg auf die Klausenstrasse.
Der Klausenpass ist eine sehr schöne Strecke und vorallem von mir Zuhause aus schnell erreicht, die Strassen sind teilweise sehr eng und unübersichtlich und machen doch richtig viel Spass zu fahren. Aktuell wird sehr viel gebaut, erneuert und verbreitert was teilweise einwenig mühsam ist durch die ganzen Lichtsignale welche aufgestellt werden aber dafür ist nachher die Strasse auch wieder sicherer mit neuem Belag ohne Risse, Schlaglöcher und Abbröckelungen.
Die Schlussetappe über Glarus und schlussendlich teilweise über die Autobahn (mir tat schon so ziemlich alles weh), war ziemlich erdrückend. Die Sonneneinstrahlung wie auch die Temperatur waren um diese Zeit (3-4 Uhr Nachmittags) doch so ziemlich auf dem höchsten Punkt und ich öffnete alle Reissverschlüsse und Öffnungen in meiner Kleidung um nur einwenig den Luftzug spüren zu können welcher durch die Fahrt generiert wurde.
Um 16:10 erreichte ich schlussendlich wohlbehalten meinen Wohnsitz und pflegte meine Blesuren, Eis aufs Handgelenk, Beine und Po ruhigstellen und Hochlagern.

Mfg

SumoSulsi

Videos:

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=5B62753E94CCE9E7

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