SumoSulsi’s Leben …

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Kommunikation zwischen Piloten und Mechaniker

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Nach jedem Flug füllen Piloten ein Formular aus, auf dem sie die Mechaniker über Probleme informieren, die während des Flugs aufgetreten sind, und die eine Reparatur oder eine Korrektur erfordern. Die Mechaniker informieren im Gegenzug auf dem unteren Teil des Formulars die Piloten darüber, welche Massnahmen sie jeweils ergriffen haben, bevor das Flugzeug wieder startet. Man kann nicht behaupten, dass das Bodenpersonal hierbei humorlos wäre. Hier einige Beschwerden und Probleme, die tatsächlich so von Piloten der Fluglinie QANTAS eingereicht wurden. Dazu der jeweilige Antwortkommentar der Mechaniker.

P = Problem, das vom Piloten berichtet wurde.
S = Die Lösung/Massnahme des Mechanikers.

P: Bereifung innen links muss fast erneuert werden.
S: Bereifung innen links fast erneuert.

P: Testflug OK, Landung mit Autopilot sehr hart.
S: Landung mit Autopilot bei diesem Flugzeugtyp nicht installiert.

P: Im Cockpit ist irgendetwas locker.
S: Wir haben im Cockpit irgendetwas wieder fest gemacht.

P: Tote Käfer auf der Scheibe.
S: Lebende Käfer im Lieferrückstand.

P: Der Autopilot leitet trotz Einstellung auf „Höhe halten“ einen Sinkflug von 200 fpm ein.
S: Wir können dieses Problem auf dem Boden leider nicht nachvollziehen.

P: Hinweis auf undichte Stelle an der rechten Seite.
S: Hinweis entfernt.

P: DME ist unglaublich laut.
S: DME auf glaubwürdigere Lautstärke eingestellt.

P: IFF funktioniert nicht.
S: IFF funktioniert nie, wenn es ausgeschaltet ist.

P: Vermute Sprung in der Scheibe.
S: Vermute Sie haben Recht.

P: Antrieb 3 fehlt.
S: Antrieb 3 nach kurzer Suche an der rechten Tragfläche gefunden.

P: Flugzeug fliegt komisch.
S: Flugzeug ermahnt, ernst zu sein und anständig zu fliegen.

P: Zielradar summt.
S: Zielradar neu programmiert, so dass es jetzt in Worten spricht.

P: Maus im Cockpit.
S: Katze installiert

Mfg

SumoSulsi

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Fliegen, ein Mysterium

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Ziemlich spontan entschloss ich mich vor wenigen Wochen dass ich an die ESL Pro Series 15 Finals in Köln gehen könnte. Erst dacht ich mir, fährst mit dem Auto gemütlich über die Autobahn. Da ich aber 2 Wochen vorher schon mal nach Deutschland fahren wollte und kurz vor der Grenze jedoch wegen Knieschmerzen in meinen frisch operierten Knien abbrach, entschied ich mich jedoch fürs Flugzeug. Germanwings war schlussendlich meine Wahl, der günstigste Tarif und auch Flugzeuge welche noch in Ordnung sind (Airbus A319).
Gestern am frühen Morgen war es so weit, ich machte mich auf den Weg zum Flughafen. Um mich nicht noch mehr in Unkosten zu stürzen, entschloss ich, dass ich mein Auto auf dem Firmenparkplatz abstellen werde und zu Fuss zum Flughafen hoch gehe. Gedacht getan, da ich auf dem Flughafen arbeite war für mich eigentlich klar was ich mitnehmen durfte und was nicht und so hatte ich auch meinen kleinen Rucksack gepackt. Die erste Sicherheitskontrolle beim Eingang zum Firmengelände war kein Problem und ich ging quer durchs Gelände und auf der andere Seite wieder durch die Schleusen nach draussen. Nach einem kleinen Fussmarsch, bei wilden Schneegestöbern, erreichte ich knapp 50 Minuten vor Abflug das Terminal. Nach dem unproblematischen einchecken und der Kontrolle des Boardingpass ging es danach zur Sicherheitskontrolle für die Passagiere.
Wie gewohnt packte ich den Laptop aus und legte in separat in eine Kiste, den Rucksack in eine andere und die Jacke mit allem anderen Plunder in eine dritte. Da ich nicht wusste wie streng sie hier vorne kontrollieren zog ich sogar meinen Gürtel aus welchen ich sonst auf Arbeit immer anbehalte. Die Kontrolle war auch erfolgreich, zumindest für mich denn es wurde nichts beanstandet und ich konnte meinen Flug antreten.
Nach einem interessanten Wochenende an den ESL Pro Series 15 Finals ging es heute an den Rückflug. Mit 2 T-Shirt und einem Kaputzenshirt mehr im Gepäck benutzte ich das Check-In an einem Automaten. Die Kontrolle des Boardingpass war auch hier kein Problem und bald war ich an der Sicherheitskontrolle. Da es mich wunder nahm wie hier gearbeitet wurde, beobachtete ich das geschehen einmal aus sicherer Entfernung. Ich glaube die arbeiten jedoch nicht nach Kai-Zen, zumindest sind die Abläufe alles andere als effizient. Irgendwann entschloss ich mich es zu versuchen und stellte mich in der Schlange an. Einige Minuten, ich sagte ja es sei nicht effizient, war ich an der Reihe. Wie gewohnt packte ich meinen Laptop in eine separate Kiste. Den Rucksack lies die Dame ohne Kiste durch das Röntgengerät, jedoch durfte ich meine Jacke mit den restlichen Utensilien wieder in eine Kiste legen den Gürtel jedoch lies ich extra an. Und so kam es auch, dass es nach dem passieren des Metalldedektors piepste und ein älterer Herr kam mit dem Handgerät zu mir. Die Durchsuchung verblüffte mich nun jedoch, piepste es doch über der Gürtelschnalle welche ich anschliessend öffnen musste. Mit einem kurzen „Blick“ entschied er wohl dass es diese war welche piepste und setzte seine Kontrolle fort. Beim kontrollieren der Fusssohlen der Schuhe war mir klar, dass es wieder piepsen würde weil die mit einem Metallding verstärkt sind und so war es auch. Jedoch war dies dem Herrn scheinbar egal denn er lies mich passieren, jedoch hatte die Dame en meinem Rucksack etwas auszusetzen. Die Frage ob sich darin ein Deo befinde beantwortete ich wahrheitsgemäss mit: „Ja, das selbe Deo wie auch schon beim Hinflug“. Die Dame lies sich davon aber nicht abschrecken und ich musste es auspacken und vorweisen. Ihr entsetzter Blick liess mich schlimmes erahnen und sie erklärte mir dann auch, dass ich des unmöglich mitnehmen könne da es viel zu gross sei. Ich erwiederte nur, dass es beim Hinflug kein Problem war und sie es gerne wegschmeissen könne. Sie zeigte darauf hin nur mit der Hand auf eine Tonne am Ende der Kontrolle und meinte dass ich es da rein schmeissen soll. Ich nickte und packte mein Zeug zusammen, ging Richtung Tonne, tat so als würde ich es wegschmeissen und packte es darauf hin in meine Jacke da sich scheinbar niemand dafür verantwortlich fühlte eine Nachkontrolle durch zu führen.
Eigentlich sollten doch alle Flughäfen nach den europäischen Normen arbeiten, wieso werden diese aber in jedem Land ja sogar an jedem Flughafen innerhalb eines Landes immer wieder anders ausgelegt? Und dann erwarten die Angestellten immer, dass man jede Regelung auswendig kennt und dies auch von Personen welche vielleicht das erste Mal fliegen oder über 60 Jahre alt sind.
Da es sich aber nie wirklich lohnt zu diskutieren, einfach machen was die Herrschaften sagen sei es auch noch so bescheuert. Ich für meinen Teil bin wieder froh in der Schweiz zu sein und geniesse noch den Abend gemütlich vor dem TV.

Mfg

SumoSulsi

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München ich komme!

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Heute geht es nach München denke ich mir und gehe lässig die Gangway herunter. Funkelnde Kinderaugen folgen jeder meiner Bewegungen, die Bewunderung ist nicht zu übersehen. Cool nehme ich meine Sonnenbrille ab und stecke sie in meine Brusttasche, begrüsse einen Teil der Crew und betrete das Flugzeug.
An meinem Platz angekommen fange ich zugleich mit meiner Arbeit an, es muss ja doch einiges getan werden. Strom ist bereits vorhanden, also schalte ich die Plattformen ein welche gute 8 Minuten haben bis sie voll auf gestartet sind. Danach fange ich an den Flugplan zu laden, Pair of Cities, wie es so schön heisst.  Ich tippe also ins Keyboard ein: LSZH/EDDM und drücke die entsprechende Eingabetaste. Anschliessend wird noch die Cruisehöhe eingegeben, den Blockfuel und den Costindex. Auch werden noch ein Paar Geschwindigkeiten verlangt, aber die sind schnell eingegeben und bestätigt. Im Flugplan wähle ich dann noch die Ab- und Anflugrouten aus und verbinde den ganzen Flugplan.
That’s it, inzwischen sind auch die ganzen armen Passagiere an Board, das Essen (und vor allem der Kaffee) und wir sind eigentlich bereit zum Abflug. Der Schlepper bringt und zur richtigen Position, mit der APU welche ich vorher schon gestartet habe lasse ich nun die Triebwerke laufen. Also ganz einfach die Zündung ein und den Masterswitch zu „On“, die Triebwerke starten eins nach dem andern ganz automatisch.
Auf der Piste gehe ich nochmals schnell alles durch, Flugplan ok, Lichter an, Höhe gesetzt, Fuel genug etc. Es scheint alles bereit zu sein, auch die Kabine meldet ein go und somit setzte ich TOGA. Kick Down würd man wohl bei einem Auto mit Automatikgetriebe sagen, dass Flugzeug setzt sich langsam in Bewegung. Es beschleunigt immer schneller und schon bald ist V1 erreicht, kurz darauf Vrotate und ich ziehe sanft am Sidestick. Die Nase hebt sich langsam und kurz darauf sind wir schon in der Luft und steigen in den Himmel hoch der Sonne entgegen. Nach 5 Sekunden drücke ich den Knopf des Autopiloten und schon fliegt das Flugzeug komplett alleine. Kurze Zeit später schalte ich die Scheinwerfer aus und fahre das Fahrwerk ein, gefolgt von den Slats welche nun eingefahren werden können. Kurz nach dem Start kommt auch schon die erste Kurve, ganz automatisch steuert der Autopilot gekonnt in diese herein und ich setze die Schubhebel auf die Climb-Stufe zurück auf welcher sie bis zur Landung bleiben werden.
Bald sind wir auf der Cruise-Höhe angelangt, schön über den wundervollen weissen Wolken welche wie Wattebällchen unter uns liegen und durch die Sonne in ein Schattenspiel getaucht werden. Zeit für einen Kaffee, denke ich mir und klingle in der Kabine durch. Prompt wird er auch geliefert von der kleinen, heissen Schnecke von Stewardess, wäre ich nicht im Dienst würd ich sie wohl gleich hier auf der Stelle vernaschen. Sie reicht mir den Kaffee, kichert und schaut ganz verlegen. Hat sie wohl meine Gedanken gelesen?
Nach kurzer Zeit ist es auch schon wieder an der Zeit den Sinkflug einzuleiten, ich drehe also den Höhenregler runter auf 5000. 5000 Fuss sollten reichen um den ILS Glideslop und Localizer zu erwischen und sicher zu landen. Die nächste halbe Stunde geht es ganz gemächlich immer weiter runter, scheint wunderschönes Wetter zu sein in München. Keine Wolken, fast kein Wind und gemütlich warme Temperaturen. Mein gewählter Anflug ist wie eine Sightseeing tour, wir fliegen quasi eine trippel Acht über München bevor wir hoffentlich sanft auf dem Runway aufsetzen. Aber auch diese Kurven nimmt der Autopilot fast si gekonnt wie ich, da mich die Sonne blendet setze ich mir allerding wieder die Sonnenbrille auf.
Ich bereite das Flugzeug auf die Landung vor, gehe nochmals kurz alle Systeme durch und beobachte die Anzeigen. Ah, da kommt die orange Linie im Geschwindigkeitsmesser welche mir anzeigt wann ich die Landeklappen eine Stufe weiter ausfahren muss. Inzwischen hat der Autopilot auch bereits auf den Localizer aufgeschaltet und ich schalte den Landmode und den zweiten Autopiloten ein. Fahrwerk raus, Bremseigenschaften vorwählen und die nächste Stufe der Landeklappen. Glideslop ebenfalls aufgeschaltet und inzwischen auch die Landeklappen voll ausgefahren. Landelichter sind an, alles ist im grünen Bereich da ertönt die synthetische Stimme „fourhundert“. Noch 400 Fuss über der Erde und schon ertönt der call out „fifty“, „forty, „thirty“, „twenty“, „retard“ und wir setzten sanft auf der Piste auf. Ich nehme zugleich die Leistungsheben zurück und schalte die Schubumkehr zu während der Autopilot sanft anfängt zu bremsen und das Flugzeug in der Mitte der Piste hält. Ich höre das klatschen der Menschen hinter mir und denke mir ob sie wohl auch geklatscht hätten wäre ich gelandet und nicht der Computer.
Egal, kurz vor dem Stillstand gebe ich wieder ein wenig Schub und rolle danach zum Gate.

Feierabend …

Mfg SumoSulsi

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