SumoSulsi’s Leben …

Das Leben von SumoSulsi – Hier exklusiv

Idiotie der Bürokratie …

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Als Kunde ist man sich ja schon vieles gewöhnt aber was die Conrad Electronic AG letzthin bei einer meiner Bestellungen bot fand ich nun doch schon etwas befremdlich.
Das ganze fing eigentlich damit an, dass ich an meinem Motorrad diverse elektronischen Zusatzgeräte anschliessen wollte. Natürlich werden bei diesen Geräten auch meistens immer solche Leitungsanzapfdinger mit geliefert bei welchen man ganz einfach von einer bestehenden Leitung den Strom abzapfen kann. Vorteil dabei ist, man erspart sich den langen Weg bis zur Batterie oder man kann den Verbraucher auf Zündung legen. Dabei entstehen aber auch einige Nachteile und ein gravierender dabei ist, dass die Isolation der bestehenden Leitung verletzt wird und sich da unter Umständen versetzt mit Feuchtigkeit sehr schnell Fehlerquellen in der Bordelektrik einschleichen können. Da zu dem mein Motorrad eher ein Vibrator ist als ein Stressless Sessel entschloss ich mich die beiden Verbraucher direkt an die Batterie zu hängen.
Der Einbau ging eigentlich ganz leicht, nur die Verkleidung, der Tank und die Luftbox mussten runter und schon waren die Kabel halbwegs schlau verlegt. Danach noch die Abdeckung des Batteriekastens ein wenig mit dem Dremel bearbeiten um die ganzen Kabel irgendwie versorgen zu können und fertig.
Das Anschliessen sollte eigentlich des kleinste Problem sein dachte ich mir und fuhr zum Coop Bau und Hobby um mir ein paar Lochösen zu kaufen. Toll, da hab es welche für M4 und M5 Gewinde und dann war da auch schon Schluss irgendwie. Da die M5 Öse kaum Material hat kam auch ausbohren irgendwie nicht in Frage und ich verlies den Laden wieder. Die Suche in 3 anderen Geschäften brachte mich leider auch nicht an mein Ziel, im Media Markt gab es M6 Lochösen allerdings für Kabeldurchmesser von mehr als 4mm² und somit fast 4mal so dick wie diejenigen am Bike und war zudem auch noch fast 8mal zu gross.
Somit blieb für mich nur den Weg ins Internet und Conrad ist bei Elektronik nunmal der erste Gedanke im Kopf. Innerhalb weniger Minuten waren auch die gesuchten Ösen gefunden und im Warenkorb. Nach dem einloggen im Kundenkonto ging es auch schon zur Kasse und da fängt die Frechheit ja schon mal an. Zu den 1.20sFr welche die 4 Ösen kosten kommt eine Transportpauschale von 8.95sFr dazu. Danach folgt eine Verpackungspauschale von 3.95sFr und zusätzlich noch ein Kleinmengenzuschlag von 5sFr. Alles in allem ein stolzer Preis von 19.10sFr für 4 kleine Lochösen mit einem Wert von etwas mehr als einem Franken.
Da denkt sich doch mancher wieso er des Zeug nicht einfach im nächsten Conrad Shop gekauft hat, dies kann ich aber auch gleich beantworten. Ich wollte vor nicht zu langer Zeit etwa 10 SMD-Dioden kaufen welche ich auf der Internetseite von Conrad fand. Da ich damals ebenfalls all die Zuschläge zahlen sollte dachte ich mir, ach Daniel sei klug und fahr nach der Arbeit schnell bei Conrad vorbei liegt ja auf dem Weg. Am nächsten Tag stand ich da im Laden und wollte die Dinger haben, klar fand ich die nirgends in der Auslage und wandte mich an das Personal. Ich solle des doch einfach beim Kundendienst unten angeben dann könnten sie das bestellen. Unten angekommen ging das Theater los, die Dame musste neu sein oder war einfach nur dumm. So genau konnte ich dies nicht feststellen aber auf jedenfall meinte sie zuerst dass es den Artikel nicht gäbe. Als ich ihr dann nach weiteren 5min erklären verständlich gemacht habe dass ich den Artikel nicht im Katalog sondern auf der Webseite gefunden habe kamen die nächsten Fragen bei der Dame auf. Nach gefühlten weiteren 3 Stunden machte sie ein Telefon mit der Zentrale um mir nachher mit zu teilen, dass ich den Artikel nicht bekommen würde. Dies sei ein “Internet-Artikel” und den könne sie leider nicht bestellen. Die nachfolgenden Sätze welche ich ihr an den Kopf warf würden hier wohl nur als Sterne angezeigt werden und darum lasse ich diese gleich weg. Zumindest verliess ich ziemlich genervt den Laden und war da seither auch nicht mehr und darum habe ich diesmal den Wucherpreis akzeptiert und schickte die Bestellung ab.
2 Tage später, zugegeben schnell ist die Lieferung, fand ich auch schon ein Paket im Briefkasten. Ja Ihr lest richtig, ein Paket für 4 kleine M6 Lochösen. Aber dass ihr Euch ein Bild davon machen könnt habe ich des natürlich auch Fotografiert und das Bild folgt jetzt gleich als Tatfoto #1.
Paket Lieferung von Conrad

Paket Lieferung von Conrad

Zum Vergleich orientiert Euch doch einfach an der Tastatur im Hintergrund und Ihr könnt Euch sicher verstehen wie dumm ich geschaut haben muss. Naja man soll ja nicht schlecht über irgendwelche Unternehmen denken und ich dachte mir dass vielleicht noch irgendwelche Werbegeschenke darin sein würden. Das Gewicht sprach zwar dagegen aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich öffnete also das Paket und ja, was soll ich sagen?

Die geöffnete Paket Lieferung von Conrad

Die geöffnete Paket Lieferung von Conrad

So wirklich viel war da ja irgendwie nicht drin fand ich und setzte mich erst ein mal hin um diesen Schock zu verdauen. Immerhin war die Rechnung nicht verknittert oder krumm gefaltet in einem Couvert versteckt wie sonst immer bei solchen Bestellungen.  Allerdings dauerte es bei der Grösse auch ein wenig die 4 kleinen Lochösen zu finden.

Die Ware welche ich bei Conrad bestellt habe

Die Ware welche ich bei Conrad bestellt habe

Dass gewisse Ressourcen einfach so verschwendet werden ist ja mal noch das eine, aber dass der Kunde über 17sFr nur für die Unfähigkeit eines Unternehmens bezahlen muss finde ich doch unter aller Sau. Warum kommt Conrad nicht einfach auf die Idee in Ihren Filialen eine Abholtheke zu installieren dass man auch Internet Bestellungen auf Abholbasis tätigen kann wie des bei Digitec der Fall ist. Warum ändert man seine Auslieferungsprozesse nicht so, dass Kleinstwaren auch einfach via Brief oder Luftpolstertasche versendet werden? Es kann doch nicht sein, dass Ware mit einem Volumen von nicht einmal 1-2cm³ als Paket mit dem hundertfachen des eigenen Volumen versandt werden wenn es ein Brief locker tun würde? In welcher Zeit leben wir den eigentlich? In der Steinzeit? Nein! Dort hättest du eines über den Schädel bekommen mit einem Holzprügel für deine Dummheit. Aber im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter des Fortschrittes und den unbegrenzten Möglichkeiten ist dies noch immer Möglich.
Aber was will man tun?

Mfg

SumoSulsi

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2 Jahre …

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… wir haben es geschafft und sind doch tatsächlich bis ins Jahr 2010 vorgestossen.

Doch was wird anders in diesem Jahr? Oder bleibt alles gleich wie bisher? So wirklich weiss des wohl niemand aber was klar ist, wir haben nur noch 2 Jahre auf diesem Planeten und danach kommt etwas neues (siehe auch den “Maya – Kalender”).
Doch was macht ein SumoSulsi im neuen Jahr? Naja ich hab mir vieles vorgenommen und ich bin gespannt wie viel davon ich durchsetzen und halten kann. Als erstes steht mehr Sport auf dem Programm um meinen Knieproblemen entgegen zu wirken. Deshalb gehe ich auch gleich ins Hallenbad ein paar Bahnen ziehen. Desweiteren steht, wenn möglich, eine berufliche Veränderung auf dem ToDo-Plan. Der erste Schritt habe ich bereits erfolgreich gemeistert und auch der zweite Schritt ist bereits in Planung und soll so bald wie möglich umgesetzt werden. Dies bedeutet für mich aber auch viel Arbeit, lernen und studieren. Ist dies aber nicht eine schöne Herausforderung welche einen gewissen Anreiz schafft?

Mfg

SumoSulsi

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Fliegen, ein Mysterium

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Ziemlich spontan entschloss ich mich vor wenigen Wochen dass ich an die ESL Pro Series 15 Finals in Köln gehen könnte. Erst dacht ich mir, fährst mit dem Auto gemütlich über die Autobahn. Da ich aber 2 Wochen vorher schon mal nach Deutschland fahren wollte und kurz vor der Grenze jedoch wegen Knieschmerzen in meinen frisch operierten Knien abbrach, entschied ich mich jedoch fürs Flugzeug. Germanwings war schlussendlich meine Wahl, der günstigste Tarif und auch Flugzeuge welche noch in Ordnung sind (Airbus A319).
Gestern am frühen Morgen war es so weit, ich machte mich auf den Weg zum Flughafen. Um mich nicht noch mehr in Unkosten zu stürzen, entschloss ich, dass ich mein Auto auf dem Firmenparkplatz abstellen werde und zu Fuss zum Flughafen hoch gehe. Gedacht getan, da ich auf dem Flughafen arbeite war für mich eigentlich klar was ich mitnehmen durfte und was nicht und so hatte ich auch meinen kleinen Rucksack gepackt. Die erste Sicherheitskontrolle beim Eingang zum Firmengelände war kein Problem und ich ging quer durchs Gelände und auf der andere Seite wieder durch die Schleusen nach draussen. Nach einem kleinen Fussmarsch, bei wilden Schneegestöbern, erreichte ich knapp 50 Minuten vor Abflug das Terminal. Nach dem unproblematischen einchecken und der Kontrolle des Boardingpass ging es danach zur Sicherheitskontrolle für die Passagiere.
Wie gewohnt packte ich den Laptop aus und legte in separat in eine Kiste, den Rucksack in eine andere und die Jacke mit allem anderen Plunder in eine dritte. Da ich nicht wusste wie streng sie hier vorne kontrollieren zog ich sogar meinen Gürtel aus welchen ich sonst auf Arbeit immer anbehalte. Die Kontrolle war auch erfolgreich, zumindest für mich denn es wurde nichts beanstandet und ich konnte meinen Flug antreten.
Nach einem interessanten Wochenende an den ESL Pro Series 15 Finals ging es heute an den Rückflug. Mit 2 T-Shirt und einem Kaputzenshirt mehr im Gepäck benutzte ich das Check-In an einem Automaten. Die Kontrolle des Boardingpass war auch hier kein Problem und bald war ich an der Sicherheitskontrolle. Da es mich wunder nahm wie hier gearbeitet wurde, beobachtete ich das geschehen einmal aus sicherer Entfernung. Ich glaube die arbeiten jedoch nicht nach Kai-Zen, zumindest sind die Abläufe alles andere als effizient. Irgendwann entschloss ich mich es zu versuchen und stellte mich in der Schlange an. Einige Minuten, ich sagte ja es sei nicht effizient, war ich an der Reihe. Wie gewohnt packte ich meinen Laptop in eine separate Kiste. Den Rucksack lies die Dame ohne Kiste durch das Röntgengerät, jedoch durfte ich meine Jacke mit den restlichen Utensilien wieder in eine Kiste legen den Gürtel jedoch lies ich extra an. Und so kam es auch, dass es nach dem passieren des Metalldedektors piepste und ein älterer Herr kam mit dem Handgerät zu mir. Die Durchsuchung verblüffte mich nun jedoch, piepste es doch über der Gürtelschnalle welche ich anschliessend öffnen musste. Mit einem kurzen „Blick“ entschied er wohl dass es diese war welche piepste und setzte seine Kontrolle fort. Beim kontrollieren der Fusssohlen der Schuhe war mir klar, dass es wieder piepsen würde weil die mit einem Metallding verstärkt sind und so war es auch. Jedoch war dies dem Herrn scheinbar egal denn er lies mich passieren, jedoch hatte die Dame en meinem Rucksack etwas auszusetzen. Die Frage ob sich darin ein Deo befinde beantwortete ich wahrheitsgemäss mit: „Ja, das selbe Deo wie auch schon beim Hinflug“. Die Dame lies sich davon aber nicht abschrecken und ich musste es auspacken und vorweisen. Ihr entsetzter Blick liess mich schlimmes erahnen und sie erklärte mir dann auch, dass ich des unmöglich mitnehmen könne da es viel zu gross sei. Ich erwiederte nur, dass es beim Hinflug kein Problem war und sie es gerne wegschmeissen könne. Sie zeigte darauf hin nur mit der Hand auf eine Tonne am Ende der Kontrolle und meinte dass ich es da rein schmeissen soll. Ich nickte und packte mein Zeug zusammen, ging Richtung Tonne, tat so als würde ich es wegschmeissen und packte es darauf hin in meine Jacke da sich scheinbar niemand dafür verantwortlich fühlte eine Nachkontrolle durch zu führen.
Eigentlich sollten doch alle Flughäfen nach den europäischen Normen arbeiten, wieso werden diese aber in jedem Land ja sogar an jedem Flughafen innerhalb eines Landes immer wieder anders ausgelegt? Und dann erwarten die Angestellten immer, dass man jede Regelung auswendig kennt und dies auch von Personen welche vielleicht das erste Mal fliegen oder über 60 Jahre alt sind.
Da es sich aber nie wirklich lohnt zu diskutieren, einfach machen was die Herrschaften sagen sei es auch noch so bescheuert. Ich für meinen Teil bin wieder froh in der Schweiz zu sein und geniesse noch den Abend gemütlich vor dem TV.

Mfg

SumoSulsi

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Jetzt …

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… ist es dunkel draussen und nur die Beleuchtung des Bahnhofes scheint durch den dichten Nebel. Eine stille macht sich breit, jedes Geräusch wird von der dichten, grauen Masse verschluckt.
Ich habe es mir draussen auf dem Sitzplatz bequem gemacht und geniesse die Ruhe, die beruhigende Stille und die frische Luft…

Mfg

SumoSulsi

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Erster Schritt:

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Heute 8:30 in Zürich City in der nähe zum Bahnhof war es so weit. SumoSulsi hatte Aufnahmeprüfung für die höhere Fachschule welche er anstrebt, zumindest die erste Prüfung von vielen welche noch folgen werden.
Nach der Einleitung ging es auch schon los, Beobachtunsgabe hies der erste Teil und umfasste ca. 50-60 Aufgaben. Jeweils 3 Bilder waren neben einander und eines war anders als die anderen beiden.Das ganze war bissl happig, zumindest nur 2-3 Minuten Zeit dafür zur Verfügung stand. Naja immerhin  sagte die Dame, dass man damit gar nicht fertig werden kann. Ich kam bis in Zeile 4 in der zweiten Spalte, naja ich hoffe des reicht.
Der zweite Teil bestand aus Textverständniss, es stand eine Aussage da welche nicht ganz beendet war. Zum beenden standen danach 5 Wörter darunter, aber irgendwie hat nie so wirklich eines gepasst -.-
Der dritte Teil war aber wieder ziemlich einfach, Rechnen war angesagt und bis auf eine Aufgabe hab ich allegelöst.
Der vierte und fünfte Teil war dazu da, die Merkfähigkeit zu überprüfen. Erst waren es 5 Benutzergruppen mit Begriffen dahinter welche man sich in einer Minute merken musste. Darauf hin hatte man 2 Minuten Zeit Fragen zu beantworten, zB. In welche Kategorie gehört das Wort welches mit M anfängt. Beim fünften Teil ging es um Bilderpaare welche man sich in einer Minute merken sollte.
Und zum Schluss waren noch 84 Fragen welche man beantworten musste, für ein Persönlichkeitsprofil welches dann im Gespräch zur Sprache kommen würde.

Naja, jetzt heisst es warten und in ca. 2 Wochen soll der Bescheid vorliegen: Kleines Couvert = pfui, grosser Couvert = hui

mfg

SumoSulsi

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Soviel neues und doch keine Zeit …

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Jaja, als ein SumoSulsi hat man es absolut nicht einfach auf dieser Erde. Aus ja wohl bekannten Gründen kann man nicht einfach so zu jedem beliebigen Arzt gehen. Bevor man diesen Schritt wagt, muss man den Arzt, seine Mitarbeiter und das ganze Umfeld bis zu den Ur-Ur-Grosseltern und Enkel der Enkel durchleuchten und dies sogar  auf Väterlicher und auch Mütterlicher Ebene.
Nach knapp 12 Jahren Schmerzen hat es scheinbar nun geklappt und ich habe einen Arzt gefunden (zumindest wurde ich noch nicht angegriffen). Zwischen dem ersten Untersuch bis zur Operation vergingen dann auch nur wenige Wochen und am 16. September war es dann soweit. Der kleine, brave und total unschuldige kleine SumoSulsi ging in die grosse, angsteinflössende und böse Klinik.
Nüchtern musste er sein, ab 8 Uhr morgens durfte er nichts mehr Essen und ab 8:30 hielt er sich sogar daran. Um 13 Uhr musste er dann in er Klinik sein, später um 15:20 war die Operation geplant doch es kam alles anders. Kaum in der Klinik angelangt wurde ich schon von der Hostesse geschnappt und auf mein Zimmer gebracht. Dort fing sie an mir die wesentlichsten Dinge zu erklären und plötzlich war auch schon das Pflegepersonal im Zimmer. Die Operation sei vorverlegt worden und wir müssen einwenig vorwärts machen hiess es nur. Bevor ich überhaupt was auspacken konnte war ich schon im Kittel und lag in meinem Bett.

SumoSulsi, Sekunden nach der Ankunft bereits im Bett

SumoSulsi, Sekunden nach der Ankunft bereits im Bett

Kurz darauf kam ein Pfleger und brachte mir die ersten tollen Drogen, danach rasierte er mir mein Knie und erklärte mir die nächsten Schritte.
Der Weg runter von meinem Zimmer im ersten Stock zum Operationssaal im ersten Untergeschoss war sehr, naja wie soll ich sagen, interessant. Die verabreichten Drogen zeigten bereits ihre Wirkung und es fühlte sich einwenig so an wie in meinem Raumschiff. Ein leichter Schwebezustand und eine einwenig verzerrte Wahrnehmung, sehr interessante Sache und auch sehr zu empfehlen. Unten angekommen ging dann alles sehr schnell ansich, erst musste ich mich aufsetzen und mich vorne über beugen. Danach wurd ich in den Rücken gestochen, meine Brille wollten sie mir auch noch klauen. Dies konnte ich jedoch gerade noch verhindern und schon lag ich, mit warmen Tüchern bedeckt auf dem Operationstisch. Viele komische Leute begrüssten mich und nannten mir ihre Namen, was soll das? Die waren ja vermummt und daher werd ich sie eh nicht mehr wieder erkennen, aua, ich wurde ja schon wieder gestochen diesmal jedoch in meine Hand.
Irgendwas machten die da unten schon, meine Beine und Po kribbelten ganz schön und es fühlte sich an als machten sie einen Knoten in meine Beine (sah zumindest so aus). Ein paar Minuten später, mir wurde inzwischen auch ein Bildschirm vor die Nase gestellt, war es dann auch schon so weit. “So, da sind wir schon mitten in ihrem Knie Herr Sulser” sagte der Arzt und erklärte mir weiter was er tat und was er sieht. Gespannt verfolgte ich die ganze Operation auf dem Bildschirm und muss sagen, so ein Knie sieht doch interesant aus von innen. 20 Minuten später (vielleicht auch einwenig mehr) war dann auch schon alles vorbei, ich wurde rausgefahren und einwenig halbherzig zurückgebettet. Zumindest hing mein Po noch halb zum Bett raus und mein Versuch da selbstständig in die Mitte zu rutschen scheiterte kläglich. Mir wurde dann auch zugleich geholfen und die darauf folgende Fahrt führte mich in den Aufwachraum.
Der Aufwachraum, als Teilnarkotisierter Patient ist dies die Hölle auf Erden. Totenstille (bis auf das Röcheln der andern Patienten), schneeweisse Wände und absolut nichts unterhaltsames. Die Sekunden werden zu Minuten, die Minuten zu Stunden und wenn nicht die Frau gegenüber ab und an vergessen hätte zu Atmen (was mich doch einwenig unterhielt) wär ich wohl zugrunde gegangen.
Später wurd ich dann in mein Zimmer überstellt, und das kribbeln in Beinen und Po fing wieder an und langsam erwachten die Lebensgeister wieder in meinen Beinen. Jede Bewegung löste eine Flut von kribbelnder Ameisen aus welche über die Beine rannten, echt geiles Gefühl muss ich hier mal anmerken.
Im Operationssaal hatten sie mir sogar noch die Haare an meiner Hand weg rasiert, dies wurde mir zwar gesagt aber ich erinnerte mich erst wieder in meinem Zimmer als ich es sah.

Was steckt da in meiner Hand?

Was steckt da in meiner Hand?

Und natürlich konnte ich auch nicht wiederstehen nach meinem Knie zu schauen, jedoch ausser dass mein Bein beinahe komplett orange war und mein Knie eingebunden sah man leider nicht sehr viel.

SumoSulsi sein Knie nach der Operation

SumoSulsi sein Knie nach der Operation

Später im verlauf des Tages kam ab und an eine Schwester vorbei und fragte mich wie es mir ginge, ob ich auf die Toilette müsse etc. War mal ganz nett einwenig umsorgt zu werden und bald schon kam das Nachtessen, die Frage ob ich am Bettrand, am Tisch oder normal liegend im Bett zu mir nehmen wolle konnt ich irgendwie gar nicht so richtig beantworten. Aufstehn durfte ich nicht ohne Hilfe und im Bett essen fand ich dann irgendwie doof und so entschloss ich mich für den Bettrand. Die Suppe war eklig, des muss man ganz klar sagen und der Rest, naja der Salat war ok und die Spaghetti irgendwie ganz lecker.

Essen im Krankenhaus kann auch lecker sein

Essen im Krankenhaus kann auch lecker sein

Die weitere Zeit in der Klinik waren sehr öde, eigentlich sollt ich am nächsten Tag bereits morgens entlassen werden. Leider zog sich das ganze massiv in die Länge und erst gegen 2 Uhr Nachmittags durfte ich dann endlich gehen. Die Zeit dahin war so übel, eigentlich hatte man sich schon darauf eingestellt gehabt um 11 Uhr zuhause zu sein und dann eine Verzögerung nach der anderen.
2 Wochen später nun, morgen muss ich das erste mal wieder Arbeiten. Das Knie ist beinahe ok, ab und zu Schmerzen doch die meiste Zeit ist es Schmerzfrei und das Wichtigste, es fühlt sich besser an als vorher und trotz der Operation besser als das “gesunde” Knie (welches ja auch noch unter das Messer kommt).
Mein Fazit: 8000sFr kostete der Spass (ohne Arbeitsausfall) und sieht bisher besser aus als vor der Operation, kann man die 3 Ärzte welche mich vorher behandelt haben mit ihren Fehldiagnosen (obwohl ich immer sagte dass etwas kaputt sei) nicht verklagen?
Ich hoffe die Schmerzen gehen noch zu 100% weg und dass ich danach einmal wieder ein komplett “normales” Leben führen kann, vielleicht sogar wieder mit Sport? Naa übertreiben müssen wir es ja nicht gleich.

Mfg

SumoSulsi

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SumoSulsi’s erstes CouchSurfing Erlebnis

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Ich habe mich ja vor einiger Zeit bei CouchSurfing angemeldet, welches eine weltweite Plattform bildet zwischen Reisenden und solchen welche Reisenden einen Unterschlupf bieten.
Nach einigen Monaten des Rumtümpelns bekam ich am 1. August meine erste Anfrage für eine Übernachtung auf meiner Couch. Nachdem ich das Profil des Antragstellers besucht hatte, wusste ich dass es sich um einen 49 jährigen Amerikaner handelt, welcher gerne Motorrad fährt und Lehrer war.  Durch die 2-3 Fotos welche er im Profil hab entschied ich im zumindest mal retour zu schreiben. Kaum gedacht hab ich ihm schon geschrieben wann er wohl ankommen würde, was er wohl machen wolle und wie lange er wohl bleiben würde und dass ich ggf. mit ihm eine Motorradtour in die Berge machen würde. Wenige Minuten später hatte ich auch schon die Antwort auf meine Fragen und entschloss mich ihm das “OK” zu geben das er kommen kann.
7. August, am späten Nachmittag wollte er hier sein. Es ist jetzt schon beinahe 7 Uhr und ich hab noch nichts eingekauft und plötzlich klingelt das Handy. Eine deutsche Nummer wird angezeigt, dies muss er sein, er kommt ja von einem Freund aus Deutschland. Er sei noch unterwegs und werde so ca. in einer Stunde bei mir sein, meinte er. Obwohl ich ihm sagte dass ich zu Hause wäre falls er sich verfahren würde, musste ich trotzdem noch schnell was einkaufen gehen. Als ich wieder zu Hause war, klingelte auch schon wieder mein Handy: “Hey Daniel, here’s Chris … i’m got lost in Elsau, where is the Street?”. Ich musste erst einmal lachen und fragte ihn wo er den sei und dass ich ihn abholen würde. Schon sass ich im Auto und fuhr zu unserer Kirche im Dorf, da sollte er warten und tatsächlich, war nicht zu übersehen mit der vollbepackten Maschine.
Ich hielt schnell an, stieg aus meinem Auto und begrüsste ihn. Er erklärte mir wie er gefahren ist und dass er irgendwo den Faden verloren hatte.  Er war mir zumindest auf jeden Fall sympathisch und so ging es auch schon in Richtung meiner Wohnung wo er seine Maschine neben die meine stellte. Gab ein lustiges Bild, ich hoffe dass ich es dann auch mal noch bekomme, seine total zusammengeflickt und meine fast wie aus dem Katalog.
Den Abend lang sassen wir draussen auf meinem kleinen Sitzplatz, haben was Leckeres vom Grill gegessen und über Gott und die Welt geplaudert. War auf einer Seite sehr interessant zu hören wie er die Schweiz sieht, was er für Vorstellungen über die Schweiz hat und auch die Vergleiche zu Amerika welche er zog. Und so wurde es auch schon bald Zeit für das Bett, wir wollten ja früh aufstehen und in Richtung der Berge aufbrechen.
8. August um 6 Uhr früh, mein Wecker klingelt mich aus dem Bett und ich mag gar nicht wirklich aufstehen. Im Wohnzimmer schläft ganz friedlich Chris vor sich hin und ich geh mich erst mal ein wenig frisch machen im Bad. Chris war auch schon bald munter und besorgte sich zuerst am Bahnhofcafe einen Kaffe zum mitnehmen, ass dann noch was Kleines zum Frühstück bei mir und packte auch schon seine sieben Sachen zusammen.
Um 7:50, fast 50 Minuten später als geplant ging es los mit unserer Tour und zwei Africa Twins zogen ihre Spur gegen Süden. Chris fuhr ziemlich vorsichtig, ist ja auch nicht sein Motorrad, und ich dachte schon dies könnte ein langer Tag werden. Auch als wir wirklich in den Bergen waren vermisste ich seine 300’000 Meilen Motorraderfahrung und doch war es ganz ok, zumindest wenn ich welche überholt habe kam er meistens direkt hinten nach. Nach dem ersten Pass entschloss ich, dass er die Führung übernehmen soll und siehe da, plötzlich gab er Gas.
Es war eigentlich beschlossene Sache, dass wir unsere Wege in Wassen trennen würden. Ich würde nach Hause fahren und er weiter über den Oberalppass nach St.Moritz wo er die nächsten paar Tage bei Freunden leben würde. Irgendwann unterwegs entschloss ich aber für mich, da es solchen Spass machte, dass ich mit ihm bis nach Chur weiterfahren würde. Bei jedem halt sah ich die Faszination in seinen Augen und als ich ihm sagte dass ich ihn noch weiter begleiten würde, war er beinahe ausser sich vor Freude.
Die Trennung war dann ganz schnell über die Bühne gebracht, er bedankte sich für die tolle Fahrt und für meine Übernachtungsmöglichkeit wie auch für die Tour und ich bedankte mich für die tolle Ausfahrt mit ihm und zugleich trennten sich unsere Wege. 150km später war ich wieder zuhause, erschöpft und mit Schmerzen und doch einem Lächeln auf dem Mund.

Nach diesem ersten Erlebnis mit CouchSurfing bin ich positiv überrascht und werde bestimmt auch weiterhin meine Gastfreundschaft anbieten nach meinen Möglichkeiten. Und vielleicht brauche ich ja mal eine Couch zum übernachten irgendwo in der weiten Welt.

Mfg

SumoSulsi

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RedBull #2

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So, vor kurzem kam auch schon die Antwort von RedBull. Leider nicht wie erwartet eine komplette Produktprobe sondern nur eine E-Mail, diese will ich Euch aber nicht vorenthalten:

Lieber Herr Sulser

Besten Dank für Ihre Nachricht. Es freut uns natürlich ausserordentlich, dass Ihnen Red Bull Cola so gut schmeckt!
Die internen Systemprobleme bei Coop in den letzten zwei Wochen sind uns bekannt. Dieses Problem sollte jetzt gelöst sein. Red Bull ist bestrebt, seinen Kunden steht’s eine hundertprozentige Lieferbereitschaft sicherzustellen. Wir können jedoch auf allfällige Lieferunterbrüche seitens unserer Kunden nur beschränkt Einfluss nehmen. Selbstverständlich werden wir Ihren Hinweisen speziell nachgehen und dafür besorgt sein, dass Red Bull Cola für Sie wieder erhältlich ist.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

Mit beflüüügelnden Grüssen
Red Bull Communications
N. L.*

Ich wusste es doch, es konnte keinesfalls ein Problem bei meinem RedBull sein. Nein es musste wo anders sein und der Schuldige nun ist Coop, ob ich denen auch eine Mail schreiben sollte?

Mfg

SumoSulsi

* Name der Redaktion bekannt

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RedBull #1

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Seit der Veröffentlichung von RedBull in den 90iger Jahren bin ich ja sowas wie abhängig von dem Gesöff. Eine Zeitlang war es wirklich schlimm, da wurde ein 6er Pack an einem Tag gekillt.

RedBull Turm

RedBull Turm

Auch die Veröffentlichung der ganzen Nachahmerprodukte durch die Discounter mit ihren Dumpingpreisen konnten mich nicht von dem massiv überteuerten aber super leckeren RedBull abbringen. Und doch schaffte es die eigene Marke, 2008 wurde die RedBull Cola lanciert. Zögernd, verunsichert durch die diversen Medienberichte, griff ich nach den ersten Monaten doch mal zu einer Büchse. Voller Ehrfurcht öffnete ich die eiskalte Dose, schnupperte vorsichtig daran. Das erste kleine Nippen schien die ganzen Negativkritiken zu bewahrheiten. Der Geschmack ist doch sehr gewöhnungsbedürftig, wurde aber von Dose zu Dose immer besser und schon bald wurde nur noch RedBull Cola gekauft.
Doch am Samstag vor 2 Wochen der grosse Schreck, das Regal im Supermarkt war leer. Naja kann ja mal passieren, dachte ich mir, holst halt am Montag nach der Schule wieder Nachschub von deinem Stoff. Gedacht getan, doch auch am Montag war gähnende Leere im Regal. Die Nachfrage beim Personal eröffnete mir die grausame Tatsache: “Lieferschwierigkeiten, kein Nachschub”.
Meine Welt brach zusammen, natürlich hatte dies schwerwiegende Auswirkungen auf meine schulischen Leistungen. Ich war geschwächt, demotiviert und absolut nicht in der Lage mir auch nur irgendetwas zu lernen. Auch die Alternative in Form des Ur-RedBull vermochten nicht mich zu stützen und ich fiel in ein tiefes Loch. Ein Mitschüler fand dann bei sich im Ort, in einem kleinen Supermarkt, noch einen kleinen Restposten und brachte mir 2 Dosen mit.
Mit diesen, und auch mit dem normalen RedBull brachte ich die Woche grad so knapp über die Runden bis ich Samstag wieder einkaufen ging. Das Regal war nun gefüllt, jedoch mit Coca Cola Zero was ja nun mal gar nicht zu trinken ist. Voller Sorge nochmals eine Woche überstehen zu müssen ging ich noch in 2 andere Supermärkte bis ich im dritten endlich noch ein vierer Bund und ein paar einzelne Dosen fand und zugleich einpackte.
Die nächste Woche war immerhin gerettet dachte ich mir und doch lies es mir keine Ruhe und somit schrieb ich an RedBull Schweiz.

“Seit Jahren bin ich treuer RedBull Trinker.  Auch bin ich RedBull selber treu geblieben als die ganzen Migros/Coop Nachahmungen auf den Markt kamen (diese kann man ja auch nicht trinken). Nach der Veröffentlichung von RedBull Cola bin ich komplett auf dieses Umgestiegen um meine Lust nach einem erfrischenden Cola zu befriedigen. Doch was ist jetzt? Seit 2 Wochen scheinen Lieferschwierigkeiten zu bestehen. Coop Grüze in Winterthur ist leer, Migros in Oberwinterthur ein paar kleine Restposten. Andere Coop’s und Läden ebenfalls ausverkauft. Wurde der Versand wegen der lächerlichen Kokaingeschichte eingestellt?
Leider musste ich nun auf eine Alternative umsteigen da hier einfach nichts mehr von dem geliebten Getränk zu erhalten ist :(“

Zugleich kam auch eine automatische Antwortnachricht welche mich doch ein wenig zum schmunzeln brachte:

“Herzlichen Dank für Ihr e-Mail und Ihr Interesse an RedBull.
Eine Vielzahl von Anfragen fliegt täglich bei uns ein. Kleinere Verzögerungen bei der Passkontrolle oder der Zollabfertigung im Flughafen Baar können zeitweise nicht ausgeschlossen werden.
Haben sich die Flugturbulenzen gelegt, nehmen wir uns gerne genügend Zeit für Ihr Schreiben und melden uns erneut bei Ihnen.
Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen bis dahin guten Flug!”

Wie es nun weiter geht? Naja von RedBull kam noch keine Antwort, im Supermarkt ist inzwischen wieder alles beim Alten und mein Kühlschrank ist mehr oder weniger wieder gefüllt. Doch wann kommt die nächste Krise? Werd ich dann besser vorbereitet sein?
Alles weitere im nächsten Blog über RedBull, man darf gespannt sein.

Mfg

SumoSulsi

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München ich komme!

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Heute geht es nach München denke ich mir und gehe lässig die Gangway herunter. Funkelnde Kinderaugen folgen jeder meiner Bewegungen, die Bewunderung ist nicht zu übersehen. Cool nehme ich meine Sonnenbrille ab und stecke sie in meine Brusttasche, begrüsse einen Teil der Crew und betrete das Flugzeug.
An meinem Platz angekommen fange ich zugleich mit meiner Arbeit an, es muss ja doch einiges getan werden. Strom ist bereits vorhanden, also schalte ich die Plattformen ein welche gute 8 Minuten haben bis sie voll auf gestartet sind. Danach fange ich an den Flugplan zu laden, Pair of Cities, wie es so schön heisst.  Ich tippe also ins Keyboard ein: LSZH/EDDM und drücke die entsprechende Eingabetaste. Anschliessend wird noch die Cruisehöhe eingegeben, den Blockfuel und den Costindex. Auch werden noch ein Paar Geschwindigkeiten verlangt, aber die sind schnell eingegeben und bestätigt. Im Flugplan wähle ich dann noch die Ab- und Anflugrouten aus und verbinde den ganzen Flugplan.
That’s it, inzwischen sind auch die ganzen armen Passagiere an Board, das Essen (und vor allem der Kaffee) und wir sind eigentlich bereit zum Abflug. Der Schlepper bringt und zur richtigen Position, mit der APU welche ich vorher schon gestartet habe lasse ich nun die Triebwerke laufen. Also ganz einfach die Zündung ein und den Masterswitch zu “On”, die Triebwerke starten eins nach dem andern ganz automatisch.
Auf der Piste gehe ich nochmals schnell alles durch, Flugplan ok, Lichter an, Höhe gesetzt, Fuel genug etc. Es scheint alles bereit zu sein, auch die Kabine meldet ein go und somit setzte ich TOGA. Kick Down würd man wohl bei einem Auto mit Automatikgetriebe sagen, dass Flugzeug setzt sich langsam in Bewegung. Es beschleunigt immer schneller und schon bald ist V1 erreicht, kurz darauf Vrotate und ich ziehe sanft am Sidestick. Die Nase hebt sich langsam und kurz darauf sind wir schon in der Luft und steigen in den Himmel hoch der Sonne entgegen. Nach 5 Sekunden drücke ich den Knopf des Autopiloten und schon fliegt das Flugzeug komplett alleine. Kurze Zeit später schalte ich die Scheinwerfer aus und fahre das Fahrwerk ein, gefolgt von den Slats welche nun eingefahren werden können. Kurz nach dem Start kommt auch schon die erste Kurve, ganz automatisch steuert der Autopilot gekonnt in diese herein und ich setze die Schubhebel auf die Climb-Stufe zurück auf welcher sie bis zur Landung bleiben werden.
Bald sind wir auf der Cruise-Höhe angelangt, schön über den wundervollen weissen Wolken welche wie Wattebällchen unter uns liegen und durch die Sonne in ein Schattenspiel getaucht werden. Zeit für einen Kaffee, denke ich mir und klingle in der Kabine durch. Prompt wird er auch geliefert von der kleinen, heissen Schnecke von Stewardess, wäre ich nicht im Dienst würd ich sie wohl gleich hier auf der Stelle vernaschen. Sie reicht mir den Kaffee, kichert und schaut ganz verlegen. Hat sie wohl meine Gedanken gelesen?
Nach kurzer Zeit ist es auch schon wieder an der Zeit den Sinkflug einzuleiten, ich drehe also den Höhenregler runter auf 5000. 5000 Fuss sollten reichen um den ILS Glideslop und Localizer zu erwischen und sicher zu landen. Die nächste halbe Stunde geht es ganz gemächlich immer weiter runter, scheint wunderschönes Wetter zu sein in München. Keine Wolken, fast kein Wind und gemütlich warme Temperaturen. Mein gewählter Anflug ist wie eine Sightseeing tour, wir fliegen quasi eine trippel Acht über München bevor wir hoffentlich sanft auf dem Runway aufsetzen. Aber auch diese Kurven nimmt der Autopilot fast si gekonnt wie ich, da mich die Sonne blendet setze ich mir allerding wieder die Sonnenbrille auf.
Ich bereite das Flugzeug auf die Landung vor, gehe nochmals kurz alle Systeme durch und beobachte die Anzeigen. Ah, da kommt die orange Linie im Geschwindigkeitsmesser welche mir anzeigt wann ich die Landeklappen eine Stufe weiter ausfahren muss. Inzwischen hat der Autopilot auch bereits auf den Localizer aufgeschaltet und ich schalte den Landmode und den zweiten Autopiloten ein. Fahrwerk raus, Bremseigenschaften vorwählen und die nächste Stufe der Landeklappen. Glideslop ebenfalls aufgeschaltet und inzwischen auch die Landeklappen voll ausgefahren. Landelichter sind an, alles ist im grünen Bereich da ertönt die synthetische Stimme “fourhundert”. Noch 400 Fuss über der Erde und schon ertönt der call out “fifty”, “forty, “thirty”, “twenty”, “retard” und wir setzten sanft auf der Piste auf. Ich nehme zugleich die Leistungsheben zurück und schalte die Schubumkehr zu während der Autopilot sanft anfängt zu bremsen und das Flugzeug in der Mitte der Piste hält. Ich höre das klatschen der Menschen hinter mir und denke mir ob sie wohl auch geklatscht hätten wäre ich gelandet und nicht der Computer.
Egal, kurz vor dem Stillstand gebe ich wieder ein wenig Schub und rolle danach zum Gate.

Feierabend …

Mfg SumoSulsi

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